Bjarke Jeppesen jagt dem nach, was ihm noch fehlt
Er hat bereits viele Titel in Dänemark und auf europäischer Ebene gewonnen. Jetzt richtet sich sein Blick auf die Weltmeisterschaft und darauf, jedes Mal noch besser zu werden, wenn er in die Küche geht.
Die Vorbereitung beginnt lange bevor er in der Wettbewerbsküche steht.
In den Monaten vor der Weltmeisterschaft wiederholt er dieselben Bewegungen immer und immer wieder. Aromen werden fein abgestimmt. Elemente gestrichen und neu aufgebaut. Alles mit einem Ziel: dass alles perfekt sitzt, wenn es darauf ankommt. Denn in einer WM Küche wird selbst das kleinste Detail gemessen und gewogen.
”Ich bin noch kein Weltmeister. Es wäre schöner, sagen zu können, dass ich es bin.”
Bjarke Jeppesen hat bereits fast alles gewonnen, was es auf nationaler und europäischer Ebene zu gewinnen gibt. Trotzdem sind es nicht die Titel, die für ihn im Mittelpunkt stehen. Es ist der Prozess, die Entwicklung und die Liebe zum Detail. Und die Jagd danach, jedes Mal ein kleines bisschen besser zu werden, wenn er in die Küche geht, auch wenn niemand zusieht.
Es begann mit einem Fisch
Der Weg in den Kochberuf begann nicht in einer Küche, sondern am Wasser.
Mit 15 Jahren ging Bjarke Jeppesen auf eine sogenannte Efterskole, eine dänische Internatsschule, mit Schwerpunkt Outdoor und Fischen. Dort fingen sie ihre Fische selbst und bereiteten sie auch selbst zu. Die Regel war einfach: Du darfst behalten, was du fängst, solange du es selbst zubereitest und isst. Das setzte etwas in Gang.
”Ich fand es faszinierend, seinen eigenen Fisch zu fangen und ihn dann selbst zuzubereiten und zu essen.”
Als er nach Hause kam, hatte er keinen Zweifel mehr. Er wollte Koch werden. Die Neugier übernahm. Und die Freude daran, etwas zu schaffen, das für andere etwas bedeutet.
”Ich glaube, es geht darum, Menschen ein gutes Erlebnis zu geben.”
Das Handwerk zuerst
Er begann seine Ausbildung im Hotel Hesselet in Nyborg. Dort ging es nicht darum, Abkürzungen zu nehmen oder Dinge schnell zu erledigen. Im Gegenteil.
Alles wurde von Grund auf selbst gemacht. Mayonnaise, Remoulade, eingelegte Heringe. Wenn man es selbst machen konnte, dann tat man es auch. Das wurde schnell zu einem festen Teil seiner Herangehensweise.
”Man kauft nichts, wenn man es selbst machen kann.”
Dieses handwerkliche Verständnis prägt ihn bis heute. Und es bestimmt seinen Stil in der Küche, wo es nicht nur um Geschmack geht, sondern auch darum, den gesamten Prozess vom Rohprodukt bis zum fertigen Gericht zu verstehen.
Doch eines ist gleich geblieben. Er sucht immer noch nach neuen Wegen, besser zu werden.




